Archiv für den Monat: April 2021

Brandenburg bei den World Games 2022?

Derzeit stellt der DFV das Nationalteam für die World Games 2022 in Birmingham, Alabama (USA), zusammen. Die Bewerbungsphase für deutsche Ultimate-Spielerinnen und -Spieler ist laut Mitteilung auf www.frisbeesport.de gestartet. Die Coaches Stefan Rekitt, Marco Müller, Max Leibersberger und Stephanie Sauer planen mehrere Tryouts und einen gestaffelten Tryout-Prozess. Dabei soll die Auswahl für einen erweiterten Kader erfolgen und erst im zweiten Schritt bis Anfang 2022 die endgültige Nominierung.

Bewerbungen sind bis zum 25. April 2021 um 20:00 Uhr über dieses Online-Formular erbeten. Weitere Hintergründe zu den geplanten Terminen und den Auswahlkriterien inklusive einer Kontakt-Mailadresse stehen in diesem zweiseitigen Dokument .

Vielleicht schafft es ja auch eine Spielerin oder ein Spieler aus Brandenburg ins Team.

Rückblick DFV-Versammlungen

Nach der Jahresversammlung der Discgolf-Abteilung und der Ultimate-Junioren erfolgten am letzten Märzwochenende noch die DFV-Jahresversammlungen der Ultimate-Abteilung (UA) und des Gesamt-DFV.

Florian Fischer aus Potsdam nahm die Delegiertenstimme des BBFV auf UA-Versammlung wahr. Auf der Versammlung wurde ein besonderes Fairplay erwähnt: bei der Indoor-Meisterschaft 2020 wurde ein Spieler in einem Team ohne Spielberechtigung eingesetzt (noch kein Fairplay). Das Team landete auf einem Aufstiegsplatz. Nachdem dem Team der unberechtigte Einsatz auffiel, zog das Team von sich aus den Aufstieg zurück, ohne dass es zu langwierigen Auseinandersetzungen mit Anwälten kommen musste. Es zeigt sich, der Spirit – das Fairplay – funktioniert auch auf sportlich hohem Niveau und zeichnet den Frisbeesport aus.

Auf der DFV-Delegiertenversammlung wurde Volker Schlechter zum Präsident wiedergewählt. Neu in den Vorstand gewählt wurde die ehemalige Nationalspielerin Katharina Aschenbrenner. Weiterhin wurde berichtet, dass in Hamburg, Hessen und NRW in Einzelfällen die Trainerlizenzen des DFV vom LSB anerkannt wurden. In Hessen wird künftig auch Frisbeesport in Abiturprüfungen möglich sein.

Der DFV hat eine TF10K ins Leben gerufen. Diese Taskforce soll das stete Wachstum im Frisbeesport weiter fördern und die Vereine motivieren, ihr Wachstumspotential geordnet zu nutzen. Inzwischen sind in der Mehrzahl der Bundesländer bereits Landesverbände gegründet bzw. in Gründung – hier hat der Landesverbandskoordinator Florian Auferoth aus Berlin einen großen Beitrag geleistet. Auch der BBFV ist seit dem 01.01.2021 vom LSB Brandenburg anerkannt. Das nächste wichtige Ziel des DFV ist die Erreichung der 10.000 Einzelmitglieder (aktiv, passiv, fördernd). Dies sind dann die stabilen Fundamente für die strukturelle Weiterentwicklung des Frisbeesports in Deutschland.

LSB Jahresstatistik 2021

2021 taucht der Brandenburgische Frisbeesport-Verband e. V. (BBFV) erstmals offiziell in der statistischen Auswertung des Landessportbundes Brandenburg e. V. auf und wird explizit im Sportteil der Märkischen Allgemeinen Zeitung erwähnt „…ganz neu im LSB-Portfolio: der Frisbee-Verband…“.

Im ersten Jahr als anerkannter Landesfachverband (LFV) fällt auf, dass der BBFV gar nicht zu den fünf kleinsten von 57 LFV zählt. Der Schlittenhunde Sportverband, der Gehörlosen-Sportverband, der LV für Modernen Fünfkampf, der Baseball- und Softballverband und der Eissport-Verband sind mit 20 bis 208 Einzelmitgliedern die kleinsten LFV im LSB. Vor dem BBFV mit 224 Einzelmitgliedern rangieren der Rad- und Kraftfahrerverbund, der SUMO-Verband, der Bob- und Schlittensportverband, der Floorball Verband und der Wasserski-Verband mit 233 bis 306 Mitgliedern. Mit dem steten Wachstum im Frisbeesport ist davon auszugehen, dass der BBFV bereits im nächsten Jahr den einen oder anderen Platz gut machen wird.

Interessant ist auch der Blick auf die Altersklassenverteilung des LSB und einzelner LFV.

Während insgesamt im LSB die Altersgruppen der 7-14jährigen (21%) und der über 60jährigen (19%) stark vertreten sind, dominieren im Frisbeesport die 27-40jährigen (49%) vor den 41-50jährigen (19%). Im ähnlich großen Floorballverband, der ebenfalls erst einige Jahrzehnte in Deutschland vertreten ist, sind mit 57% die 7-14jährigen sehr stark vertreten und die 15-18jährigen (15%) bilden die zweitstärkste Altersgruppe. Stärker als beim Floorball (5%), obwohl hier sehr viele 7-18jährige vertreten sind, und im gesamten LSB (8%) ist im Frisbeesport auch die wertvolle Altersgruppe der 19-26jährigen mit 12% vertreten.

Hier zeigen sich die Stärken des Frisbeesports: während viele andere Sportarten Jugendliche mit Beginn der Ausbildung oder des Studiums verlieren, binden Discgolf und Ultimate Frisbee die Altersklassen der 19 – 50jährigen besonders nachhaltig an den Sport. Vermutlich ist der gelebte „Spirit“ besonders wichtig, dass einmal für den Frisbeesport begeisterte dauerhaft treu bleiben.

Die gesamte Jahresstatistik ist auf den Seiten des LSB Brandenburg veröffentlicht.

Wie holt man einen Discgolfparcours in die Stadt?

Wer ist der Tourismusbeauftragte der Stadt Finsterwalde? Was haben Landschaftsarchitektur und Discgolf miteinander zu tun? Wer ist Klaus Mayer? Warum ist ein Vereinsheim für Discgolfer so wichtig?

Diese und viele weitere Fragen erläutern Marko Ziske und Phil Stadler im Discgolf-Podcast „inPutt“. Der halbstündige Podcast ist absolut kurzweilig, mit vielen wichtigen Facts versehen und dazu noch sehr amüsant! Es lohnt sich, rein zu hören und noch mehr über den Frisbeesport in Brandenburg zu erfahren.