Ultimate Frisbee an der Voltaire-Schule Potsdam

Ein Erfahrungsbericht von Janos Semper:

Am 23.05.17 fand das jährliche Schülerturnier in Berlin statt, an dem wir (Rumen Lippold, Wieland Freimark, Josua Semper, Jonas Köhler de la Rosa, Anton Donle, Janos Semper und unserem Lehrer Herr Hoffmann) als Team der Voltaire-Schule Potsdam teilnahmen. Es kamen insgesamt ca. 40 Teams mit ca. 400 Schülerinnen aus Berlin/Brandenburg und Umgebung nach Berlin um in zwei verschiedenen Altersgruppen anzutreten, wobei 28 Teams in der Altersgruppe „ab 9. Klasse“ teilnahmen. Die restlichen kämpfen in der Altersgruppe „bis 8. Klasse“ um den Sieg. In der Altersgruppe „ab 9. Klasse“, in der wir mitspielten, gab es 8 Gruppen mit jeweils 3 – 4 Teams. Der erste aus jeder Gruppe hatte die Chance auf den 1. – 8. Platz. Wir mussten in einer dreier Gruppe gegen die Maxim  Gorki Schule Kleinmachnow und den Mitfavoriten des Andreas-Gymnasium Berlin antreten. Wir gewannen die Spiele mit 12:0 und 4:3. Im Viertelfinale gewannen wir gegen das Ernst-Abbe-Gymnasium mit 8:3. Im Halbfinale mussten wir dann gegen die Evangelische Schule Frohnau  spielen, gegen die wir knapp mit 7:5 gewannen. Im Finale mussten wir gegen das Vereinsteam und den Erzrivalen aus Leipzig ran (Pizza Volante). Diese schlugen wir relativ eindeutig mit 6:1 und konnten uns so den ersten Platz sichern. Zur Belohnung gab es eine Urkunde und jeder von uns durfte sich ein T-Shirt bzw. eine Hose aussuchen. Spiritsieger wurde das Team „Brückenteam“. Da wir zu den Erfahrenen zählten, haben wir versucht, fair und ruhig zu spielen, Calls und Fragen zu beantworten. Das Turnier hat sehr viel Spaß bereitet und nächstes Jahr wird der Titel verteidigt! Durch die Teilnahme und Sieg an dem Schülerturnier und dem häufigem Frisbee-Werfen in der Schulpause, konnten wir Ultimate Frisbee an unserer Schule verbreiten und haben schon viele Schüler zum Werfen und Mitmachen animiert. Die Schule hat daraufhin Scheiben bestellt, wodurch die Aufnahme des Sports in den Sportunterricht nun ermöglicht worden ist. Unsere Sportlehrer sind begeistert möchten, dass nun Ultimate im Sportunterricht spielen.

Brandenburger bei der Beach-WM in Royan

Im Interview: Nora Poel, Deutsche Mixed Nationalmannschaft, Vereinsteams: USV Halle, Goldfingers Ultimate Club Potsdam e. V.

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Am 18.6.17 beginnt die WCBU. Du spielst in der deutschen Nationalmannschaft in der Mixed Division. Wie hast du dich vorbereitet?

Mit der Vorbereitung habe ich im Januar angefangen: Ausdauer- und Krafttraining, Schnellkrafttraining, Sprinttraining auf dem Sandplatz mit vielen Sprungübungen. Wichtig in meiner Vorbereitung war auch, viel Frisbee zu werfen und im Frisbeetraining vom Verein dabei zu sein.

Wer sind Eure ersten Gegner und was traust du deinem Team zu?

Wir spielen das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber Frankreich. Das ist ein spannendes Spiel für uns, da wir auf unseren Vorbereitungsturnieren noch nicht auf das Team gestoßen sind und wir von daher ihre Stärke nicht einschätzen können. Wir selber sind als Team mittlerweile gut eingespielt und auch individuell gut vorbereitet, sodass wir bereit sind, den Weltmeistertitel zu verteidigen!

In Royan wird es vermutlich heiß, windig und dann spielt Ihr auch noch im tiefen Sand. Wie kommt Ihr damit klar und was ist der besondere Reiz?

Für mich persönlich hat dies den Reiz, es zu schaffen, mich von äußeren Einflüssen nicht negativ beeinflussen lassen. Bei viel Sonne und hohen Temperaturen muss man natürlich darauf achten, die Zeit zwischen den Spielen vor allem im Schatten zu verbringen und ausreichend Wasser zu trinken. Auf dem Spielfeld heißt es dann, die Sonne zu genießen und den Wind in jeden Wurf mit einzuberechnen. Lässt man die Windrichtung außer Acht, fliegt die Frisbee auch schnell mal 20 Meter weiter als beabsichtigt oder biegt auf halber Strecke einfach ab. Auch muss man viel tolerantere Pässe spielen als auf Rasen, also die Frisbee so werfen, dass sie möglichst lange schwebt und stabil fliegt, da auf Sand alle langsamer unterwegs sind. Diese Herausforderung stellen für mich auch einen großen Reiz am Beachultimate dar! Auf den Sand freue ich mich, denn der lässt es zu, dass man auch mal gewagtere Sprünge nach der Scheibe machen kann.

Ultimate Frisbee ist eine noch junge Sportart. In welcher Form bekommt Ihr Unterstützung ? Was würdest du dir wünschen?

Als junge Sportart, die noch nicht olympisch ist, ist es generell schwierig, finanzielle Unterstützung zu finden. Als Team werden wir ein wenig durch den Deutschen Frisbee Verband unterstützt und ich werde von der Stiftung Sport Region Halle unterstützt, was im Ultimate selten ist. Zusammen mit meinem Potsdamer Verein Goldfingers Ultimate Club (GUC) habe ich versucht, Unterstützung vom Landessportbund Brandenburg zu erhalten. Erfreulich war die generelle Bereitschaft dafür und die Begeisterung für unsere Sportart, die uns vermittelt wurde, umgesetzt werden konnte aber leider nichts.

Aus sportlicher Sicht werde ich sehr gut unterstützt in Potsdam. Es gibt einige frei zugängliche Sportanlagen in Potsdam, die mir Platz für zusätzliche Trainingseinheiten bieten, wie z.B. der große Beachvolleyballplatz beim Kahleberg in Potsdam Waldstadt. Auch das regelmäßige Vereinstraining des GUC und die Bereitschaft der Goldfingers, sich neben dem Training zum Scheibewerfen zu treffen, haben mir in meiner Vorbereitung sehr geholfen.

Danke für den Einblick und viel Erfolg bei der Titelverteidung!

Brandenburger auf dem Weg zur Beach-WM in Royan / Frankreich

Im Interview: José Alejandro Cruces Zabala, Vereinsteam: Goldfingers Ultimate Club e.V. Venezuela

In welchem Team spielst du und wie habt Ihr Euch vorbereitet?

Ich spiele mit dem venezuelanischen Mixed Team. Wir hatten leider keine Gelegenheit, uns als Team richtig einzuspielen, weil unsere Spieler in der ganzen Welt verteilt leben (von Südamerika über Deutschland bis China). Wir haben fast wöchentliche Skype-Treffen mit den Spielertrainern und allen Spielern. Wir haben unsere Taktiken in ein digitales Playbook hochgeladen und dies mit dem Team geteilt. Darauf richten wir dann unser Training bei unseren Vereinsmannschaften aus – mehr können wir uns aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Venezuela leider nicht leisten.

Wirkt sich die politische und wirtschaftliche Situation in deinem Heimatland auf euer Team für Royan aus?

Ich glaube, ja. Wir haben überlegt, ob es überhaupt eine gute Idee ist, die Beach-WM zu spielen. Wir sind zu dem Entschluss gekommen teilzunehmen und das Großereignis als Bühne zu nutzen, um über die Situation in Venezuela zu sprechen. Mental ist es auch schwierig, aber wir konzentrieren uns darauf, unserem Land ein bisschen Glück zu bringen. Insgesamt war es ein harter und komplizierter Weg zu den Weltmeisterschaften. So haben wir als Team zwei unserer Spielerinnen, die nicht genug Geld haben, finanziell unterstützt, um Ihnen die Teilnahme zu ermöglichen.

Das Leben ist nicht einfach dort und ich bin in der glücklichen Situation, momentan in einem anderen Land leben zu können. Aber unsere Familien sind in der Heimat und unsere Gedanken sind bei ihnen. Ein guter Freund von mir beschrieb die Verhältnisse ziemlich treffend „In Venezuela sind alle auf eine Art Gefangene“.

Was sind deine Ziele für die WM?

In der Vergangenheit haben venezuelanische Nationalteams nicht mit besonders hohem Spirit geglänzt. Dies möchten wir nun ändern. Sportlich wäre es ein großer Erfolg, in die Top 16 zu kommen.

Vielen Dank für das Interview und Viel Erfolg bei der WM wünscht der BBFV!

BBFV Verbandsjugend

Auf dem jährlichen Verbandstag des BBFV stand 2017 die weitere Entwicklung des Frisbeesports in Brandenburg im Mittelpunkt.  So wurde die positive Entwicklung der zahlreichen wachsenden Frisbeegemeinschaften in Finsterwalde, Cottbus, Franfurt/Oder, Kleinmachnow, Eberswalde oder Potsdam (Ultimate und Discgolf) mit großer Freude aufgenommen. So weist der Frisbeesportverband weiterhin ein Mitgliederwachstum im zweistelligen Bereich auf.

Besonders stolz ist der BBFV auf den neuen Jugendvorstand der Verbandsjugend. Wieland als Vorsitzender möchte mit seinen Vorstandspartnern Janos und Rumen gerne als Ansprechpartner für die Frisbeejugend (bis zum 26. Lebensjahr) zur Verfügung stehen.

Jugendvorstand: Janos, Wieland, Rumen (v.l)
Jugendvorstand: Janos, Wieland, Rumen (v.l)

Die vorbildliche Arbeit wurde mit der Entlastung des Vorstandes gewürdigt. Neben der positiven sportlichen Entwicklung wird der BBFV weiter an der Anerkennung als Landesfachverband im LSB arbeiten. Der Brandenburgische Frisbeesport-Verband blickt auf eine weitere positive Entwicklung der angesagten Trend- und Fairplay-Disziplinen des Frisbeesports im Jahr 2017.

Däumlinge top

Am 05.03.17 fand in Potsdam die  2. Schüler-Winterliga im Ultimate Frisbee statt.

Die 6 Teams aus Dresden, zweimal Leipzig, zweimal Berlin und Potsdam spielten zum Abschluss der Hallensaison unter den besten Juniorenmannschaften im Osten Deutschlands um den Turniersieg.

rund 60 Junioren bei der Winterliga
rund 60 Junioren bei der Winterliga

In fairen und spannenden Spielen setzte sich die Potsdamer Nachwuchsmannschaft „Däumlinge“ des Goldfingers Ultimate Club e.V. souverän gegen alle anderen Mannschaften durch. Nach Siegen gegen Berlin Casuals (17:2), Leipzig II (8:1) und SG Empor Brandenburger Tor (16:2) folgte im Finalspiel ein 9:4 gegen den Mitfavoriten PizzaVolante Leipzig I.  Den begehrten Fairplay-Preis, den sogenannten Spiritsieg, fuhr Leipzig I ein.

 

Hyzernauts sammeln beim Eisgolfen 1500 Euro für „Jugendhof Brandenburg“

Hammer-Ergebnis beim 11. Eisgolfen der Hyzernauts: Beim traditionelle Benefiz-Turnier kamen in diesem Jahr 1.500 Euro zusammen. Das Geld geht dieses Mal an den „Jugendhof Brandenburg“ in Berge bei Nauen im Havelland. Dort leben 14- bis 18-jährige sozial benachteiligte Jugendliche.

Obwohl die Zahl der Teilnehmer in diesem Jahr etwas geringer war als im Jahr 2016, kam durch die rund 25 Spieler eine der höchsten Spendensummen bei dem Traditionsturnier überhaupt zusammen. Turnierdirektor Andreas Wolfsohn bedankte sich für das fleißige Spenden. Beim Eisgolfen kommt unter anderem dadurch eine Spendensumme zustande, dass sich die Spieler für schlechte Würfe jeweils neue Würfe kaufen können. Die Teilnehmer pro „Mulligan“ einen Euro zahlen. Am Ende des Turniers wird jedes Jahr der „Lord Mulligan“ gekürt. In diesem Jahr gab es ein ganz knappes Kopf-an-Kopf-Rennen, der Sieger stand erst nach der letzten Finalbahn fest. Mit sensationellen 181 Euro errang Kay Sommer den Titel und darf sich nun ein Jahr lang „Lord Mulligan“ nennen lassen.

Das spielerisch beste Ergebnis teilten sich Torsten Baus und André Geßner. Beim Acerace in der Mittagspause auf unserer legendären Bahn 1 konnten nach nur wenigen Minuten erst Jens Erdmann und kurz darauf André Gessner punkten. Ein weiteres Highlight waren die zwei Asse in der ersten regulären Runde von Daniel Blank und Alexander Vogt – und zwar auf Bahn 3 und im gleichen Flight.

Ein riesiges Dankeschön an viele fleißige Helfer wie Daniel Blank, Torsten Baus, Kay Büttner, Phil Flash, André Gessner, Katrin Freyberg und Micha Faber.

Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr …

Zweistelliges Mitgliederwachstum im BBFV

Zur jährlichen Mitgliedermeldung verzeichnet der Brandenburgische Frisbeesport-Verband e.V. im Januar 2017 mit 144 Mitgliedern einen erfreulichen Rekord.  Die gute Arbeit in den Mitgliedsvereinen in den Disziplinen Discgolf und Ultimate Frisbee zieht weiterhin sportbegeisterte Brandenburger an, so dass die Mitgliedszahlen im Vergleich zum letzten Jahr um 10 % gestiegen sind. Der Großteil der Mitglieder (61%) gehört der Altersklasse 27-40 Jahren an, rund 15 % der Mitglieder sind 26 und jünger. Durch Fortführung der Kooperationen mit Schulen und Hochschulen soll das Interesse an der Fairplay-Sportart Nummer 1 weiter geweckt werden.

Hyzernauts präsentieren neues Turnier

Es wird königlich:

Die Hyzernauts präsentieren im Frühjahr 2017 ein neues Turnier in Potsdam. Erstmals nach langer Zeit konnten wir ein neues Gelände für unseren Sport erschließen. Und zwar im Potsdamer Ortsteil Marquardt. Zentraler Anlaufpunkt dort ist das historische Schloss Marquardt mit seinem Ballsaal und den Kaminzimmern – sowie dem traumhaft gepflegten Schlosspark. Dieser wurde im Jahre 1823 nach Entwürfen von Peter Joseph Lenné geschaffen. Die 90 Turnierteilnehmer werden also königlich zocken. Einen Vorgeschmack gewinnt ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=jpGjmhjinXY

Der Kurs wird extra für dieses Turnier erkundschaftet, getestet, aufgebaut und gepflegt.
Die Vorbereitungen für dieses German Tour B- und PDGA-C Turnier laufen schon seit einem Jahr.

Die Kulisse ist atemberaubend schön und historisch. Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen bei den

SCHLOSS MARQUARDT OPEN.

TURNIERINFOS
Teilnehmerzahl: 90 Spieler
German Tour: B – Turnier
PDGA: C – Turnier
Anmeldung: ab 18.12.2016 auf  GT-Online
Link: http://gto.ec08.de/events/details/951
Facebook Event: Schloss Marquardt Open
Link: https://www.facebook.com/events/1867463600143641/
Website: http://www.hyzernauts.de/startseite/schloss-marquardt-open-18-19-maerz-2017/

Junioren DM-Quali NO

Am 03.12.16, den internationalen „Spirit-of-the-Game-Day“, richtete der BBFV in Potsdam die Qualifikation der Junioren für die Indoor-DM 2017 aus.  Über 80 junge SportlerInnen spielten in 10 Teams aus der Region Nordorst um Startplätze bei der DM in Frankfurt/Main.

img-20161204-wa0006Die Teams aus Leipzig, Berlin und Potsdam in den Altersklassen U14, U17 und U20 boten athletisch und taktisch anspruchsvolles Ultimate Frisbee. Sicher für die DM qualifizierten sich bei der U14 PizzaVolante aus Leipzig, bei der U17 und U20 Disckick aus Berlin. Hoffnungen auf eine DM-Teilnahme dürfen sich aber in der Altersklasse U17 auch noch die zweite Mannschaft aus Berlin oder PizzaVolante Leipzig machen. In der U20 dürfen die Däumlinge (Juniorenteam der Goldfingers) aus Potsdam als Gruppenzweite noch auf die DM hoffen. Die letzten Startplätze werden nach der Quali-SW Ende Januar vergeben.20161203_141342