Felix Shardlow in der Landessportschule Brandenburg

Felix Shardlow, britischer Nationalspieler, Coach und Taktikexperte gab am Wochenende des 13.-15.04.18 einen Ultimate Frisbee Workshop im brandenburgischen Sport- und Bildungszentrum Lindow.

In dem 3-Tages-Kurs bildete Felix Shardlow insgesamt 40 TrainerInnen und SpielerInnen des Goldfingers Ultimate Club e.V. Potsdam sowie weitere TrainerInnen aus der Region Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fort.

Felix Shardlow und Kim Gietzen (von links)
Felix Shardlow und Kim Gietzen (von links)

Der umfangreiche Taktik-Workshop mit internationaler Expertise ist eine weiterer wichtiger Schritt für die sportliche Entwicklung im brandenburgischen Ultimate Frisbee.

Durch die Einbindung des professionellen Trainers ist es gelungen, das Spiel- und Ausbildungsniveau der SpielerInnen und TrainerInnen weiter zu verbessern.

Erfolgreiche Deutsche Meisterschaft in Potsdam

Die 11. Deutschen Meisterschaften der Junioren im Ultimate Frisbee wurden vom 17. – 18.03.18 durch den Potsdamer Goldfingers Ultimate Club e. V. erfolgreich ausgerichtet. Es wurden rund 300 Teilnehmer aus ganz Deutschland untergebracht und verpflegt. Die Wettkämpfe fanden in 3 zentralen Sporthallen statt.

Die Deutschen Meister 2018 kommen aus Heppenheim (U14, U17) sowie aus Beckum (U20).

U20-Finalteams aus Beckum und Osnabrück
U20-Finalteams aus Beckum und Osnabrück

Die im Ultimate Frisbee besonders wichtigen Fairplaypreise (Spiritsiege) gingen an Leipzig (U14), Hermannsburg (U17) und Gemmrigheim (U20).

Spiritsieger SSV Eva Schulze Leipzig
Spiritsieger U14 SSV Eva Schulze Leipzig

Auch das Jugendteam des Goldfingers Ultimate Club e. V. Potsdam „Däumlinge“ durfte sich mit den 10 besten deutschen Teams der Altersklasse U20 messen. Nach 3 tollen Siegen gegen Berlin, Münster und Gemmrigheim landeten die Potsdamer am Ende auf einem respektablen 8. Platz. Ebenfalls dabei war der Potsdamer Moritz Anbuhl, der mit München (U17) seine ersten Erfahrungen auf einer Deutschen Meisterschaft sammelte.

Einen positiven Eindruck von der Sportart Ultimate Frisbee verschafften sich am Finaltag auch Vertreter der Brandenburgischen und Potsdamer Sportlandschaft. So überzeugten sich Karin Wagner (Stadtsportbund Potsdam) und Robert Busch (Jugendsekretär der Brandenburgischen Sportjugend) von dem großen Jugendevent. Noosha Aubel, die Sportbeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam,  hob in Ihrem Grußwort zu Beginn der Finalspiele die Besonderheit des Spielens ohne Schiedsrichter im Ultimate hervor.

Junioren DM in Potsdam

180217_logoVom 17.-18.3.18 finden in Potsdam die 11. Deutschen Meisterschaften im Ultimate Frisbee der Junioren statt. Es sind 28 Teams aus ganz Deutschland am Start:  Teams aus den Metropolen wie Berlin, Köln und München treffen auf Mannschaften aus kleinen Städten wie Haldenwang, Gemmrigheim , Beckum oder Hermannsburg. Als Lokalmatadoren treten Goldfingers Däumlinge an. In 3 Altersklassen (U14, U17, U20) werden die Deutschen Meister 2018 gesucht. Veranstaltungsorte sind die Sporthalle Kurfürstenstr. 48, Sporthalle Jakob von Gundling Str. 25 und Sporthalle Esplanade 3. Gespielt wird Samstag von 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr und Sonntag von 9:00 Uhr bis 15:45 Uhr.

Frankfurt/Oder spielt Ultimate

Am 3.3.18 fand  das 3. Hallen-Schülerturnier im Ultimate Frisbee in Potsdam statt. Das Eintages-Turnier war mit 8 Teams ausgebucht. Am Start waren Juniorenmannschaften aus Berlin, Leipzig, Potsdam und Frankfurt/Oder. Einige Teams nutzen das Turnier als Vorbereitung für die Deutschen Meisterschaften der Junioren am 17./18.3.18 in Potsdam. Andere Teams nutzten es zum erweitern ihrer Spielerfahrung – die jüngsten Spieler waren erst fünf Jahre, zeigten aber schon eine hervorragende Technik an der Scheibe. Das erste Turnier überhaupt spielte die junge Ultimate Frisbee AG des Karl-Liebknecht-Gymnasiums aus Frankfurt an der Oder, welche von ihrem Lehrer Ruben Löbbicke gecoacht wurde. Im Laufe des Turniers sammelten die Schüler immer mehr Erfahrung, so dass sie zum Schluss sogar ihren ersten Sieg gegen Pizza Volante 2 aus Leipzig einfahren konnten! Den Spiritsieg bei den sehr fairen Spielen holte sich Pizza Volante 2. Es gab mit Pizza Volante 1 Leipzig und Disckick 1Berlin gleich zwei Turniersieger, da das hochspannende Finale 6:6 endete. Auf den Plätzen folgten Huskies / Berlin, Pizza Volante 3 / Leipzig, Däumlinge / Potsdam, Disckick 2 / Berlin, Karl-Liebknecht-Gymnasium Frankfurt/Oder, Pizza Volante 2 / Leipzig.

Verbandstag 2018

Der Landesverbandstag blickte auf ein erfolgreiches Sportjahr 2017  – mit 4 Deutschen Meistern aus Brandenburg – zurück.  Der Vorstand wurde entlastet und mit großer Mehrheit bestätigt.

BBFV Verbandstag 2018
BBFV Verbandstag 2018

Im Mittelpunkt der Jahresversammlung stand das weitere Wachstum mit dem Ziel der Aufnahme in den Landessportbund Brandenburg, die weitere Verbreitung des Frisbeesports sowie die Vorbereitung der zwei Deutschen Meisterschaften 2018 in Potsdam. Vom 17.-18.3.18 findet die 11. Deutsche Meisterschaft der Junioren im Ultimate Frisbee und vom 5.-7.10.18 die 33. Discgolf DM in der brandenburgischen Landeshauptstadt statt.

Frisbee in Brandenburg 2018

Die Indoor-Ultimate Saison ist bereits in vollem Gange. Die Goldfingers Potsdam sind mit den Frauen in der 3. Liga und in der Open-Division in der 2. und 4. Liga – jeweils mit Aufstiegsambitionen – vertreten.
Der Landesverbandstag des Brandenburgischen Frisbeesport-Verbandes e.V. findet am Dienstag, den 15.02.18, um 19 Uhr im ClubMitte auf dem Freilandgelände, Friedrich-Engels-Str. 22, 14473 Potsdam statt.
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Alle Mitglieder brandenburgischer Frisbeesportvereine und -abteilungen, Freunde, Förderer und Interessierte sind herzlich eingeladen!
Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam wird in 2018 Ausrichtungsort von zwei Deutschen Meisterschaften sein! Vom 17.-18.03.18 organisiert der Goldfingers Ultimate Club e.V. Potsdam die DM der Junioren im Ultimate Frisbee. Die Discgolf DM 2018 wird vom 5.-7.10.18 von den Hyzernauts im Volkspark und im Schlosspark Marquardt ausgerichtet.
Der BBFV wünscht ein erfolgreiches Jahr 2018!
Meisterpokale

Hyzernauts bester Verein Deutschlands

Die Potsdamer Hyzernauts sind der erfolgreichste deutsche Disc Golf Verein. Bei den Deutschen Meisterschaften in Eningen unter Achalm (Baden-Württemberg) gewannen die Hyzernauts vier von sechs Titeln. Dabei siegte der 24-jährige Jerome Braun in der bedeutendsten Division der Open-Spieler. Sein 57 Jahre alter Vater George Braun gewann bei den Ü50-Grandmasters. Die 34-jährige Antonia Faber holte den Titel in der Damen-Division und der 45 Jahre alte Martin Doerken gewann bei den Ü40-Masters.

Insgesamt traten in Eningen 14 Hyzernauts an. Der Verein war damit in fünf von sechs Divisionen präsent. Neben den vier Meistertiteln sprangen weitere sehr gute und gute Platzierungen heraus. Herauszuheben sind der sechste Platz von Victor Braun bei den Open, der somit seinem Bruder Jerome dicht auf den Fersen war. Zudem wurden Katrin Freyberg und Susann Fischer vierte und fünfte der Damen-Division. Oliver Möllemann erreichte Rang acht bei den Masters und Nachwuchsspielerr Yannik Bohnsteen schaffte es auf Platz sieben bei den Junioren.

Meister

Die Meisterschaften rundeten das gute Abschneiden der Hyzernauts während der gesamten Disc Golf Saison 2017 ab. Der Disc Golf Club Achalm hatte in Eningen einen 21-Bahn-Parcours gestaltet, der es in sich hatte und zunächst drei Mal absolviert werden musste. Zum Finale wurde der Kurs auf 18 Bahnen reduziert. Insgesamt spielten die Finalisten also an vier Tagen 81 Bahnen.

Jerome beherrschte den Kurs auf beeindruckende Art und Weise. Er spielte sage und schreibe 39 Birdies und sogar einen Eagle. Damit spielte er öfter unter Par als Par (33). Hinzu kamen lediglich 8 Bogeys. Bis auf das Finale wurden alle seinen Runden mit mehr als 1000 bei der PDGA geratet. Alle Bahnen spielte er besser als alle 120 DM-Teilnehmer im Durchschnitt.

Antonia spielte ebenfalls ein konstant starkes Turnier. Sie schaffte bei den Damen mit Abstand die meisten Birdies (14), spielte mehr als die Hälfte aller Bahnen Par (43), 19 Bogeys und 5 Doublebogeys und gewann mit deutlichem Vorsprung von zehn Würfen. In den drei Vorrunden spielte Antonia deutlich über ihrem Rating. Bestleistung also zum wichtigsten Turnier des Jahres.

Martin übertraf sein aktuelles Rating ebenfalls mehrfach. Er kam auf beeindruckende 31 Birdies, spielte 40 Bahnen Par und nur 10 Bahnen über Par (9 Bogeys, 1 Doublebogey). Immer wieder sorgte er mit seinen starken Vorhandwürfen für Staunen bei Mitspielern und Zuschauern. Seine internationale Turniererfahrung spielte ihm auf diesem schweren DM-Kurs sicher in die Karten.

Das lässt sich sicher auf für George behaupten, der ein richtig solides Turnier spielte und den letztjährigen Meister Wolfgang Kraus aus Hessen von Beginn an unter Druck setzen und am Ende knapp besiegen konnte. Letztlich standen 15 Birdies, 53 Par, 12 Bogeys und nur 1 Doublebogey in der Statistik.

Hier geht es zur Website der DM:

http://discgolf-meisterschaft.de/index.php

Hier ein Bericht des Deutschen Frisbeesport-Verbandes:

http://www.frisbeesportverband.de/index.php/hyzernauts-potsdam-dominieren-discgolf-dm/

Hier ein Video vom Leading Flight der Damen auf der dritten Vorrunde am Montag:

https://www.youtube.com/watch?v=KOa03DUNEOc

Hier das Video des Leading Flights im Open Finale am Dienstag:

https://www.youtube.com/watch?v=C3DlqCwngqc

 

Ultimate Frisbee an der Voltaire-Schule Potsdam

Ein Erfahrungsbericht von Janos Semper:

Am 23.05.17 fand das jährliche Schülerturnier in Berlin statt, an dem wir (Rumen Lippold, Wieland Freimark, Josua Semper, Jonas Köhler de la Rosa, Anton Donle, Janos Semper und unserem Lehrer Herr Hoffmann) als Team der Voltaire-Schule Potsdam teilnahmen. Es kamen insgesamt ca. 40 Teams mit ca. 400 Schülerinnen aus Berlin/Brandenburg und Umgebung nach Berlin um in zwei verschiedenen Altersgruppen anzutreten, wobei 28 Teams in der Altersgruppe „ab 9. Klasse“ teilnahmen. Die restlichen kämpfen in der Altersgruppe „bis 8. Klasse“ um den Sieg. In der Altersgruppe „ab 9. Klasse“, in der wir mitspielten, gab es 8 Gruppen mit jeweils 3 – 4 Teams. Der erste aus jeder Gruppe hatte die Chance auf den 1. – 8. Platz. Wir mussten in einer dreier Gruppe gegen die Maxim  Gorki Schule Kleinmachnow und den Mitfavoriten des Andreas-Gymnasium Berlin antreten. Wir gewannen die Spiele mit 12:0 und 4:3. Im Viertelfinale gewannen wir gegen das Ernst-Abbe-Gymnasium mit 8:3. Im Halbfinale mussten wir dann gegen die Evangelische Schule Frohnau  spielen, gegen die wir knapp mit 7:5 gewannen. Im Finale mussten wir gegen das Vereinsteam und den Erzrivalen aus Leipzig ran (Pizza Volante). Diese schlugen wir relativ eindeutig mit 6:1 und konnten uns so den ersten Platz sichern. Zur Belohnung gab es eine Urkunde und jeder von uns durfte sich ein T-Shirt bzw. eine Hose aussuchen. Spiritsieger wurde das Team „Brückenteam“. Da wir zu den Erfahrenen zählten, haben wir versucht, fair und ruhig zu spielen, Calls und Fragen zu beantworten. Das Turnier hat sehr viel Spaß bereitet und nächstes Jahr wird der Titel verteidigt! Durch die Teilnahme und Sieg an dem Schülerturnier und dem häufigem Frisbee-Werfen in der Schulpause, konnten wir Ultimate Frisbee an unserer Schule verbreiten und haben schon viele Schüler zum Werfen und Mitmachen animiert. Die Schule hat daraufhin Scheiben bestellt, wodurch die Aufnahme des Sports in den Sportunterricht nun ermöglicht worden ist. Unsere Sportlehrer sind begeistert möchten, dass nun Ultimate im Sportunterricht spielen.

Brandenburger bei der Beach-WM in Royan

Im Interview: Nora Poel, Deutsche Mixed Nationalmannschaft, Vereinsteams: USV Halle, Goldfingers Ultimate Club Potsdam e. V.

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Am 18.6.17 beginnt die WCBU. Du spielst in der deutschen Nationalmannschaft in der Mixed Division. Wie hast du dich vorbereitet?

Mit der Vorbereitung habe ich im Januar angefangen: Ausdauer- und Krafttraining, Schnellkrafttraining, Sprinttraining auf dem Sandplatz mit vielen Sprungübungen. Wichtig in meiner Vorbereitung war auch, viel Frisbee zu werfen und im Frisbeetraining vom Verein dabei zu sein.

Wer sind Eure ersten Gegner und was traust du deinem Team zu?

Wir spielen das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber Frankreich. Das ist ein spannendes Spiel für uns, da wir auf unseren Vorbereitungsturnieren noch nicht auf das Team gestoßen sind und wir von daher ihre Stärke nicht einschätzen können. Wir selber sind als Team mittlerweile gut eingespielt und auch individuell gut vorbereitet, sodass wir bereit sind, den Weltmeistertitel zu verteidigen!

In Royan wird es vermutlich heiß, windig und dann spielt Ihr auch noch im tiefen Sand. Wie kommt Ihr damit klar und was ist der besondere Reiz?

Für mich persönlich hat dies den Reiz, es zu schaffen, mich von äußeren Einflüssen nicht negativ beeinflussen lassen. Bei viel Sonne und hohen Temperaturen muss man natürlich darauf achten, die Zeit zwischen den Spielen vor allem im Schatten zu verbringen und ausreichend Wasser zu trinken. Auf dem Spielfeld heißt es dann, die Sonne zu genießen und den Wind in jeden Wurf mit einzuberechnen. Lässt man die Windrichtung außer Acht, fliegt die Frisbee auch schnell mal 20 Meter weiter als beabsichtigt oder biegt auf halber Strecke einfach ab. Auch muss man viel tolerantere Pässe spielen als auf Rasen, also die Frisbee so werfen, dass sie möglichst lange schwebt und stabil fliegt, da auf Sand alle langsamer unterwegs sind. Diese Herausforderung stellen für mich auch einen großen Reiz am Beachultimate dar! Auf den Sand freue ich mich, denn der lässt es zu, dass man auch mal gewagtere Sprünge nach der Scheibe machen kann.

Ultimate Frisbee ist eine noch junge Sportart. In welcher Form bekommt Ihr Unterstützung ? Was würdest du dir wünschen?

Als junge Sportart, die noch nicht olympisch ist, ist es generell schwierig, finanzielle Unterstützung zu finden. Als Team werden wir ein wenig durch den Deutschen Frisbee Verband unterstützt und ich werde von der Stiftung Sport Region Halle unterstützt, was im Ultimate selten ist. Zusammen mit meinem Potsdamer Verein Goldfingers Ultimate Club (GUC) habe ich versucht, Unterstützung vom Landessportbund Brandenburg zu erhalten. Erfreulich war die generelle Bereitschaft dafür und die Begeisterung für unsere Sportart, die uns vermittelt wurde, umgesetzt werden konnte aber leider nichts.

Aus sportlicher Sicht werde ich sehr gut unterstützt in Potsdam. Es gibt einige frei zugängliche Sportanlagen in Potsdam, die mir Platz für zusätzliche Trainingseinheiten bieten, wie z.B. der große Beachvolleyballplatz beim Kahleberg in Potsdam Waldstadt. Auch das regelmäßige Vereinstraining des GUC und die Bereitschaft der Goldfingers, sich neben dem Training zum Scheibewerfen zu treffen, haben mir in meiner Vorbereitung sehr geholfen.

Danke für den Einblick und viel Erfolg bei der Titelverteidung!

Brandenburger auf dem Weg zur Beach-WM in Royan / Frankreich

Im Interview: José Alejandro Cruces Zabala, Vereinsteam: Goldfingers Ultimate Club e.V. Venezuela

In welchem Team spielst du und wie habt Ihr Euch vorbereitet?

Ich spiele mit dem venezuelanischen Mixed Team. Wir hatten leider keine Gelegenheit, uns als Team richtig einzuspielen, weil unsere Spieler in der ganzen Welt verteilt leben (von Südamerika über Deutschland bis China). Wir haben fast wöchentliche Skype-Treffen mit den Spielertrainern und allen Spielern. Wir haben unsere Taktiken in ein digitales Playbook hochgeladen und dies mit dem Team geteilt. Darauf richten wir dann unser Training bei unseren Vereinsmannschaften aus – mehr können wir uns aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Venezuela leider nicht leisten.

Wirkt sich die politische und wirtschaftliche Situation in deinem Heimatland auf euer Team für Royan aus?

Ich glaube, ja. Wir haben überlegt, ob es überhaupt eine gute Idee ist, die Beach-WM zu spielen. Wir sind zu dem Entschluss gekommen teilzunehmen und das Großereignis als Bühne zu nutzen, um über die Situation in Venezuela zu sprechen. Mental ist es auch schwierig, aber wir konzentrieren uns darauf, unserem Land ein bisschen Glück zu bringen. Insgesamt war es ein harter und komplizierter Weg zu den Weltmeisterschaften. So haben wir als Team zwei unserer Spielerinnen, die nicht genug Geld haben, finanziell unterstützt, um Ihnen die Teilnahme zu ermöglichen.

Das Leben ist nicht einfach dort und ich bin in der glücklichen Situation, momentan in einem anderen Land leben zu können. Aber unsere Familien sind in der Heimat und unsere Gedanken sind bei ihnen. Ein guter Freund von mir beschrieb die Verhältnisse ziemlich treffend „In Venezuela sind alle auf eine Art Gefangene“.

Was sind deine Ziele für die WM?

In der Vergangenheit haben venezuelanische Nationalteams nicht mit besonders hohem Spirit geglänzt. Dies möchten wir nun ändern. Sportlich wäre es ein großer Erfolg, in die Top 16 zu kommen.

Vielen Dank für das Interview und Viel Erfolg bei der WM wünscht der BBFV!